Wenn die Almen rufen, geht’s hinauf!

Der Sommer auf den Almen im SalzburgerLand hat Einzug gehalten. Ganz nah an der Natur, ob zum Wandern oder Urlauben, der unwiderstehliche g’sunde Genuss ist mit dabei.

Bereits bei der Anreise mit dem Zug nach Salzburg begeisterte mich das unglaublich schöne Bild der Bergkulisse, die diese Stadt umrahmt. Anfang Juni lag noch etwas Schnee auf den Bergspitzen, bei strahlend blauem Himmel, sattgrünen Wiesen und blühenden Bäumen. Eine Ansicht wie im Bilderbuch!Wenn die Almen rufen, geht's hinauf!

Wander-Paradies

Mit der Bahn ging es weiter nach Abtenau im Lammertal, dem Hauptort der Tennengau-Region. Wenn die Almen rufenDas ist der ideale Ausgangspunkt für das Feriengebiet am Fuße des grandiosen Tennengebirges. Wer seine Freizeit in der Region verbringen möchte, findet auf den umliegenden Almen mit seinen saftigen Almwiesen und Wäldern ausgedehnte Möglichkeiten zum Wandern. Und Wandern liegt voll im Trend, bei Jung und Junggebliebenen! Schon lange nicht mehr denkt man an das angestaubte Image von „Das Wandern ist des Müllers Lust“ als man mit Wanderstock und Hut unterwegs war. Heutzutage ist Wandern und ursprüngliche Natur erleben, mit Genuss verbunden. – Das konnte ich und meine Reisejournalisten-Kollegen* kürzlich im Tennengau erleben!

Unverfälschtes auf den Almen

Man muss kein Bergfex sein – auch weniger Wanderfreudige können den Weg auf die Almen finden. Einige sind mit dem Auto erreichbar, obwohl dies aus Rücksicht auf die Natur vorzugsweise zu vermeiden wäre.

Ich muss sagen, es ist schon ein unbeschreiblich schönes Erlebnis: auf der Alm angekommen zu sein, die klare Luft und die Ruhe spüren, dem Klang der Kuhglocken und Vögel lauschen! Dann in einer der gemütlichen Hütten einkehren, den besonders schönen Ausblick genießen, sich eine zünftige Jause schmecken lassen und nette Menschen treffen. Was will man da noch mehr!?

Die Seele baumeln lassen

Beim Wandern in der malerischen Landschaft verfliegen die Gedanken des Alltags. Glücksgefühle werden wach beim Anblick der üppig bunten Blumenwiesen, die anderswo schon selten geworden sind. Berauschend auch der Duft der frisch gemähten Wiesen, von altem Holz oder vielleicht sogar der würzige Geruch des frisch gebackenen Holzofen-Brotes in einer Almhütte.

Wenn die Almen rufen

Bestellt man sich dann noch eine zünftige Brettl Jause bei der Hüttenwirtin mit hauseignen Produkten aus der biologischen Land-und Almwirtschaft, saftigen Speck, frische Butter und Käse, dann ist die „unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ erreicht. Wie wär’s noch mit einem Schnapserl vor dem Aufbruch? Spätestens dann setzt der Moment der Entschleunigung ein und ein wohlig-entspanntes Gefühl überkommt Körper und Geist.

So, und jetzt möcht‘ man doch eigentlich gern bleib’n!? …

Die besten Tipps – absoluter Tennengau-Genuss

Wenn die Almen rufen, geht's hinauf!Von meiner Reise mit den wunderschönen Eindrücken in der  Erlebnis-Region Tennengau habe ich euch jede Menge Tipps mitgebracht. Man kann entweder einen Ausflug von der Stadt Salzburg aus machen oder sich wirklich einen tollen Land-& Genuss-Urlaub mit der Familie gönnen. Ich glaube, hier wird einfach jeder glücklich.

Dann geht es euch vielleicht wie mir und ihr werdet wunderbare Sommertage verbringen, die man so schnell nicht vergisst!

Die Genuss-Route – Via Culinaria

Die Liebe geht durch den Magen – so heißt es. Das trifft auch auf den Tennengau zu. Unter der Bezeichnung Via Culinaria warten 220 Gourmetadressen auf. Vom gemütlichen Wirtshaus, über Almen mit Hüttenbetrieben, Hofkäsereien bis zum Gourmet-Restaurant – überall dort kann man auf die regionale Küche mit den Spezialitäten der Region treffen. Die Tradition wird hier mit guter, heimischer Qualität gelebt. So ist es nicht verwunderlich, dass es Orte gibt, an die man immer wieder gerne zurückkehrt! Bei dieser Reise habe ich einige dieser Plätze kennengelernt.

Hier stelle ich euch meine Genuss-Favoriten vor:

„Zur Sonnleitn“, Abtenau

Der Genuss- und Traditionsbauernhof von Toni Gschwandner liegt oberhalb des Ortes, mit großartigem Ausblick. Der Landwirt ist akademischer Betriebswirt und führt aus Leidenschaft einen Hofladen, mit Produkten aus seiner biologischen Landwirtschaft. Freitags backt er gern sein resches Sauerteig-Roggenbrot im Steinofen. Im dazugehörenden traditionellen Wirtshaus schmeckt die Brotzeit!

Besonders Originell: er bietet eine besondere Art der Urlauber-Unterkunft an. Vier liebevoll eingerichtete Troadkästen (dienten ehemals als Getreidespeicher) können als Ferien-Domizil gemietet werden. Das Sommerferienglück wird perfekt durch ein Schwimm-Biotop. Das ist ein Badespaß für die Familie inmitten der Almwiesen.

Die Rottenhofhütte, Annaberg

Die Rottenhofhütte bei Annaberg ist seit 400 Jahren im Besitz der Familie Hirscher, die die Spießalm in Lungötz bewirtschaftet. Von der Hütte hat man den großartigen Ausblick auf den Gosaukamm und das Tennengebirge. Wer mag, kann sogar vom Liegestuhl aus die Pinzgauer Rinder und Noriker Pferde beim Weiden auf den Almwiesen beobachten.

Die Sennerin Marianne Kraft bewirtschaftet seit 2006 in der Sommerzeit die Rottenhofhütte. Sie betreibt eine Käserei und stellt mit großer Passion und Erfahrung 11 Sorten Käse her. Dazu noch Butter, Trinkmolke und Topfen. Die Produkte werden an Wanderer und Besucher verkauft. Alles was auf der Hütte zum Essen angeboten wird, stammt aus der eigenen Herstellung. Ich habe dort die ausgezeichnete Leberknödelsuppe und den flaumigen Kaiserschmarren genossen. Wer gern einmal ein bisschen länger bleiben möchte, der kann im Sommer dort auch nächtigen.

Gasthaus Schichlreit, in Lungötz – versteckter Geheimtipp

Wenn die Almen rufenDas Wirtshaus liegt etwas abgelegen im Tal und ist sehr beliebt zum Feiern von Gesellschaften. Ein gemütliches Wirtshaus, mit kreativ-regionaler Genuss-Küche. Tradition wird modern interpretiert, wie auf dem Foto rechts zu sehen ist. Motto: weg vom „Jaga-G’weih“, hin zum Design-Hirschgeweih mit unzähligen Strass-Steinen verziert.

Winterstellgut – wo die Blondinen zuhause sind

Das Winterstellgut ist ein besonderes Fleckchen Erde. Der allererste Eindruck als wir ankommen: was für ein Bilderbuch-Panorama auf einem weiten Plateau inmitten der grandiosen Bergwelt! Eine Gruppe Haflinger-Pferde mit heller Mähne, die auf dem Gut gezüchtet werden, weiden auf der Koppel. „Blonden“ werden sie ganz liebevoll genannt. Der alte aus dem 16. Jh. stammende Hof wurde detailgetreu in ein prachtvolles Gut umgebaut. Dazu gehört ein Gasthof, der Küche auf höchstem Niveau bietet. In diesem herrlichen Ambiente lassen sich Familien-Feste und Gesellschaften besonders schön feiern!

Von der Schmankerl Küche auf den Almen ging es dann zu

Döllerer’s GenussweltVon bodenständig bis Haute Cuisine

Ein Highlight unserer kulinarischen Tour war das Eintauchen in „Döllerer’s Genusswelten“ mitten im Ortszentrum von Golling (ca. 30 km südlich der Stadt Salzburg). Es ist ein Treffpunkt für Genießer. Ein alteingesessener Familienbetrieb mit Metzgerei und Gasthaus wurde durch das Gourmet-Restaurant des kreativen Andreas Döllerer erweitert. Hier kocht ein Maître der Kochkunst. Der 37-jährige Drei-Haubenkoch verzaubert mit seiner „Cuisine Alpine“ die heimischen und internationalen Gäste. Aktuell zählt sein Gourmet-Restaurant zu den 10 besten Österreichs. Wenn die Almen rufen

Wir genossen ein besonderes Privileg: als Journalisten durften wir in sein Küchen-Reich eintreten, seinem Küchen-Team beim Anrichten auf die Teller schauen und am ganz privaten Küchentisch speisen. Wir wurden mit der exquisiten Menü-Kreation „Moosangerl“ mit gebeiztem Lachs aus dem Bluntautal, inklusive ausgezeichneter Weinbegleitung verwöhnt. – So isst man nicht jeden Tag!

Zuvor aber erklärte er uns im Gastgarten seine Philosophie. Die Fülle und Vielfalt an heimischen, exzellenten Produkten aus dem Alpenraum bietet den wesentlichen Bestandteil seiner Rezepte. Daraus entstand die konsequente Entwicklung in Richtung „Cuisine Alpine“, die zu seinem Markenzeichen geworden ist. Im Wirtshaus wird übrigens vorwiegend die klassisch-österreichische Küche mit den feinen Zutaten aus der hauseigenen Metzgerei aufgetischt.

Untereggs Kräutergartl – Paradiesisch!

In der Nähe des Ortes Adnet, am Fuß des Schlenken, genauer gesagt am Spumberg, liegt der idyllische Heilkräutergarten der TEH Praktikerin Christine Brunauer. Sie gibt ihr traditionelles Heilkrautwissen (Besuchern ihres Hofes gegen Voranmeldung) in Workshops und Kochseminaren weiter. Wenn die Almen rufen

Sie zeigte uns, wie einfach man selbst ein gesundes Kräutersalz aus frischen Gartenkräutern (Brennessel, Oswegokraut und Engelwurz) und jungen Fichtenwipfeln herstellen kann. Diese werden klein geschnitten und dann mit grobem Meersalz in einem Steinmörser fein gerieben. In ein Glas füllen, verschließen und einige Tage die Kräuter im Salz anziehen lassen. Danach kann es zum Würzen verschiedenster Speisen verwendet werden.

Bei einer Jause mit selbstgebackenem Sauerteig-Roggenbrot, Blütenbutter, Kräuteraufstrich und Holundersaft und Wilderdbeer-Törtchen zum Nachtisch genießen wir unter dem schattigen Baum den Abschluss unserer Tennengau-Reise.

Unterwegs – Mehr geht nicht!

Wer Lust auf viele Erlebnisse hat und aktiv im ganzen SalzburgerLand unterwegs sein möchte, dem sei die SalzburgerLand Card empfohlen: die schönsten 190 Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele sind zum Fixpreis von € 77,60 enthalten. Zusätzlich ist die Nutzung von Verkehrsmitteln, Bergbahnen inkludiert. Aber das ist noch nicht alles! Verbringt man schon mal seine Ferien in der Region, so liegt die Mozart-Stadt Salzburg mit seiner Altstadt, dem UNESCO Weltkulturerbe, ganz nah. Es ist auch noch die 24-Stunden Salzburg Card für den Stadtbesuch und seine Sehenswürdigkeiten mit dabei. Schaut euch auf meinen Blog-Beiträgen um, da gibt es weitere Salzburg-Tipps, was es in Salzburg alles zu entdecken gibt. Wie wäre es z.B. mit diesem Altstadt-Spaziergang über die Berge?

Last but not least: wer gerne zentral im Ort Abtenau logieren möchte, dem kann ich das Hotel Gutjahr 4*sup empfehlen, in dem gerne Gäste aus verschiedenen Ländern absteigen. Von der Sky Bar auf dem Dach kann man einen großartigen Blick auf das Bergpanaroma genießen. Wie auf dem Foto (Mitte) zu sehen ist, sind die Hirsche dort schon ganz nah!

Weiter geht’s im schönen SalzburgerLand

Von den schönen Almen geht es demnächst auf Entdeckungsreise zum Thema „Wasser, still oder prickelnd“. Schon bald kann ich euch über noch andere attraktive Ziele in der Region Pongau berichten. Dann führe ich euch noch weiter in die Berge, wo das Wasser eine ganz besondere Rolle spielt. Es geht nach Gastein.

Infos

Genauere Auskünfte zu den genannten Betrieben, Almen und Ausflugszielen gibt es unter folgenden Adressen: beim SalzburgerLand-Tourismusverband, beim Gästeservice Tennengau und beim Tourismusverband Annaberg-Lungötz


*) Mit bestem Dank an SalzburgerLand Tourismus, auf deren Einladung ich diese Journalisten/Bloggerreise machen durfte.

Text und Fotos ©Sissi Munz

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