Reisespass mit neuem Reisepass – „Bitte nicht lächeln!“

Ein neuer Reisepass wird fällig? Vielleicht geht es euch wie mir und ihr braucht ein neues Reisedokument?

Die Reisezeit ist im Anmarsch. In diesem Jahr laufen Tausende österreichische Pässe ab. Aufgrund der Einführung des Sicherheitspasses mit Chip vor zehn Jahren sind es heuer doppelt so viele als sonst. Man muss jetzt, nicht so wie ich, viel im Ausland unterwegs sein. Vielleicht denkst du aber schon über deinen Sommer-Urlaub nach oder möchtest du für dein Studium ein Auslands-Semester planen? Dann wird es Zeit das Ablaufdatum des Reisepasses zu überprüfen.

Der Antrag – wo, wann, wieviel?

Rechtzeitig sollte es sein um längere Wartezeiten zu vermeiden. Auf dem letzten Abdruck (besonders in den Sommer-Monaten) macht nicht nur Stress, sondern kostet noch mal ganz schön extra!

  • 75,90 Euro für einen Reisepass (Personalausweis im Scheckkartenformat 61,50 Euro).
  • 100 Euro wenn’s Express gehen soll.
  • Echt tief in die Tasche greifen muss man, wenn er innerhalb eines Tages ausgestellt werden soll. Da fallen 220 Euro an.
  • Die Beantragung mit zwei Bildern kann man in den magistratischen Bezirksämtern machen. Dort werden auch die Fingerabdrücke abgenommen und gescannt. Der Fingerabdruck wird für Österreicher (leider) nicht so in Rot-Weiß-Rot ausfallen wie auf dem Bild.Reisespass mit neuem Reisepass

Wofür man jedenfalls schon vor seinem Reisepass-Antrag etwas Zeit einrechnen sollte, ist das Passfoto. Ich dachte mir, das kann ich schon mal vorweg machen. Für ein amtlich gültiges Passfoto (davon braucht man für den Antrag zwei Stück) gibt es doch einiges zu beachten.

Mein letzter Pass und damit auch die Fotos lagen nun schon fast 10 Jahre zurück. Da hat sich doch schon wieder einiges geändert und die Richtlinien sind strikt. Ich ging also zum Foto-Studio. Die Haare waren schon mal frisch gewaschen und ein hübsches Tages-Make-up aufgetragen. Schließlich wird man dieses Foto dann 10 Jahre haben und der Anblick sollte nach Jahren noch positiv wirken.

Bitte nicht lächeln!

Auf dem Fotografen-Stuhl Platz genommen: „Nein, nein, bitte nicht lächeln!“ korrigiert mich die Fotografin. Auch ein breiteres Grinsen ist im Reisepass nicht angesagt. Dennoch soll ich freundlich schauen und die Haare aus dem Gesicht. Aufrecht sitzen, leicht nach vorne und dann ohne das Gesicht zu bewegen mit positiver Ausstrahlung in die Kamera schauen. Juppi! – das war’s schon, überstanden! Das war mein Profi-Shooting – kurz und schmerzlos. Die Fotografin darf noch professionell retuschieren. Kleinigkeiten, die bei mir durchaus schmeichelhafter wirken, sind erlaubt. Aber der Individualität sind eben Grenzen gesetzt.

Reisespass mit neuem ReisepassJa, der Individualität sind Grenzen gesetzt. Das frühere Sammeln der Ein-und Ausreise-Stempel und Visa-Einträge ist heutzutage schon deutlich reduzierter. Zumindest was das Reisen innerhalb des Schengen-Raumes betrifft.

Die mit vielen Erinnerungen verbundenen Relikte der Stempel-vollgespickten Seiten – alles werde ich mit der Ungültigkeit des alten Passes nun hergeben. Ich gestehe, etwas Wehmut kommt auf, beim Gedanken an die blanken Seiten, die ich mit dem neuen Pass aufblättern werde.

Dann ist es soweit! Nach fünf Arbeitstagen (der Tag der Beantragung nicht mitgerechnet) halte ich meinen frisch gedruckten Reisepass in Händen. Ich bin zufrieden, strahlt mir doch ein freundliches Gesicht auf der ersten Seite entgegen! Und die leeren Seiten? Ich denke, sie werden bald mit neuen Stempeln ein neues Reise-Leben bekommen.

Wie geht es euch damit, habt ihr ein persönliches Reisepass-Erlebnis? Gerne könnt ihr mir unten in das Kommentarfeld schreiben.


Text ©Sissi Munz, Fotos Pixabay

 

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