Ljubljana – urban und grün!

Sloweniens Hauptstadt liegt voll im Trend. Junge Leute fühlen sich angezogen von der lebendigen und gleichzeitig so relaxed wirkenden grünen Stadt. Umweltbewusstsein spielt eine vorwiegende Rolle und macht Ljubljana zur saubersten Stadt.

Schon vorweg, ich muss es einfach sagen, ich habe noch nie so eine gepflegte und saubere Hauptstadt gesehen und dazu hat Ljubljana auch noch Flair! Die Begeisterung steht mir nach meinem Städtebesuch immer noch ins Gesicht geschrieben. Eine Pressereise nach Slowenien, organisiert vom Slowenischen Tourismusbüro, machte es möglich, die zur „European Green Capital 2016“ ausgezeichnete Hauptstadt näher kennen zu lernen.

Ljubljana_AltstadtLjubljana liegt am Verbindungsweg zwischen Wien und Venedig. In den Sommermonaten und der Urlaubszeit fahren viele auf ihrer Reiseroute zum Adriatischen Meer leider an dieser wunderschönen Hauptstadt vorbei. Aber diese zauberhafte Stadt sollte man sich nicht entgehen lassen!

Mit seinen nur 280.000 Einwohnern hat Ljubljana den Charme eines kleineren Ortes. Als Universitätsstadt und mit seiner umweltbewussten Einstellung hat sie eine große Anziehungskraft auf junge Leute. Eine Stadt, die das Grüne liebt, pflegt und besonders achtet. Das macht sie lebhaft-kreativ und attraktiv.

Ljubljana - urban und grün

Mediterrane Ungezwungenheit und Jugendstil

Die Architektur der Innenstadt war für mich auffallend. Ich war überrascht in Ljubljana so viele Jugendstil-Bauten zu finden. Die meisten Gebäude aus dem ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts sind entlang der Straße Miklošičeva ulica, dem Miklošič Park und dem Bahnhof zu finden.

Hat man ein bisschen Interesse für Architektur, so kommt man in Ljubljana wohl an einem Namen nicht vorbei. Der des Architekten Jože Plečnik, Schüler des österreichischen Architekten Otto Wagner. Er hat in Ljubljana seine prägenden Spuren hinterlassen. Mit seiner Kreativität hatte er die urbane Gestaltung der Stadt übernommen und ein mediterranes Stadtbild entworfen.

Ljubljana - urban und grün

Ufer-Promenade mit Lokalen

Ich hatte das angenehme Gefühl mich in einer südlichen Stadt zu bewegen. Die ganze Innenstadt ist Fußgängerzone. Man kann also ganz entspannt durch die Gassen und über die romantischen Brücken bummeln. Entlang der Ljubljanica – der Fluss der sich durch die Stadt zieht –  ist es wunderbar zu flanieren, an den malerischen alten Häusern am begrünten Ufer vorbei und sich dann in einem der zahlreichen kleinen Cafés und Restaurants niederzulassen.

Auch der Markt mit seiner Vielfalt an regionalem Gemüse und Obst ist ein beliebter und geselliger Anziehungspunkt für Bewohner und Touristen. Und an Sonntagen läßt sich vielleicht auch eine Rarität am Flohmarkt finden.

Umweltfreundlich unterwegs

In Ljubljana gibt es (noch) Kavaliere! Eine wirkliche städtische Besonderheit, die mir sehr gut gefiel und die ich gerne nützte: das waren die frosch-grünen, elektrisch betriebenen „Stadt-Kavaliere“. Dieses Shuttle-Service bringt Fußgänger kostenfrei durch die Innenstadt. Das erwies sich als besonders hilfreich und angenehm, wenn ich z.B. mit dem Gepäck vom Hotel zum Bahnhof wollte (am besten auf Bestellung).

Mit einem anderen umweltfreundlichen Fahrzeug, dem Panormazug konnte ich ebenfalls ganz gemütlich zur Burg zu gelangen. Ich nahm von der Stadtmitte weg den grünen Panoramazug zur Burg Ljubljana hinauf. Etwa 15 Minuten dauert die Fahrt durch die Altstadtgassen den Hügel hinauf. Für den Rückweg hinunter nahm ich stattdessen dann die Zahnradbahn.

Es hat auch seinen besonderen Reiz eine Flussbootfahrt auf der Ljublanica zu machen und dabei die eindrucksvollen Gebäudefassaden und Brücken aus dieser besonderen Perspektive anzusehen. Und zu zweit kann das auch sehr romantisch sein! Natürlich kann man sich auch ein Fahrrad mieten um seine Streifzüge durch die Altstadt zu machen.

Über der Stadt

Die Burg Ljubljana ist vielleicht die markanteste Sehenswürdigkeit der Stadt. Hier tummeln sich nicht nur Touristen, sondern auch Einheimische, die zu den dort stattfindenden Veranstaltungen kommen. Den schönsten Ausblick über die Stadt hat man vom Aussichtsturm, von wo aus man weit in die ganze Umgebung sehen kann. Wer etwas über die Geschichte der Stadt erfahren möchte, kann dies anschaulich in der „Virtuellen Burg“.

Ljubljana - urban und grün

Ausblick vom Aussichtsturm

Burg-Gefängnis_Ljubljana

das ehemalige Burg-Gefängnis

 

 

 

 

 

 

 

 

Nicht zuletzt gibt es da noch meine persönlichen

Kulinarischen TIPPS:

Im einem bekannten Feinschmecker-Restaurant, im Herzen der Altstadt (es liegt in einem Innenhof) habe ich ein ausgezeichnetes Fisch-Menü genossen: Restaurant „Gostilna As“, Čopova ulica 5a (höhere Preiskategorie). Einfache slowenische Hausmannskost habe ich z.B. im sympathischen Gassen-Lokal „Klobasarna“ gefunden. Die Krainer Wurst gehört zu den typisch slowenischen Spezialitäten mit geschützter Herkunftsbezeichnung. Dazu schmeckt auch Ričet, eine dicke Suppe aus Gerste, Bohnen und Gemüse.

Für die süßen Leckermäulchen kann ich die traditionelle Potica, ein Hefekuchen empfehlen. Es gibt ihn in verschiedenen sußen oder pikanteren Varianten. Ich habe diese Spezialität bei „Le Potica“, Mestni trg 13, probiert und mir dabei die Zubereitung erklären lassen.

ANREISE:

Ich bin sehr bequem mit einer Direkt-Verbindung der Bahn von Wien aus nach Ljubljana gereist. Besonders günstig ist das Sparschiene-Ticket. Oder mit dem Komfort-Bus mit der neuen Hellö Buslinie.

INFOS:

slovenia-162422_1280Detaillierte Informationen zu Ljubljana sowie zum Reisen in Slowenien findet ihr auf der offiziellen website des nationalen Tourismusbüros Slowenien

 

Text und Fotos ©Sissi Munz

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6 Gedanken zu “Ljubljana – urban und grün!

  1. Ja, da haben wir wirklich sehr ähnliche Beobachtungen gemacht in Ljubljana. 🙂 Bei „Open Kitchen“ warst du aber nicht, oder? Das musst Du dir für den nächsten Besuch vornehmen!

    LG, Ilona

  2. Wir waren im letzten Jahr auf Stippvisite in Ljubljana und waren begeistert von der Stadt. Sie lohnt auf jeden Fall einen längeren Aufenthalt. Wir haben bereut, dass wir nicht mehr Zeit hatten. Aber das ist Grund genug, noch einmal hinzufahren.

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