Kaiserin Sisi lässt grüßen – ein Denkmal

Kaiserin Elisabeth ist so berühmt wie kaum eine andere Monarchin. Doch ihr Denkmal in Wien ist kaum bekannt. Lies mehr über eine Spurensuche.

Im Frühjahr, Sommer und Herbst mache ich gerne Spaziergänge im Volksgarten in der Wiener Innenstadt. Er erstreckt sich zwischen Dr. Karl Lueger Ring, dem Heldenplatz mit der imperialen Hofburg und dem Burgtheater. Es ist jedes mal eine bezaubernde Stimmung in diesem Stadtpark, der bei den Einheimischen wie bei Wien-Besuchern sehr beliebt ist. Ich begebe mich auf Spurensuche nach Österreichs berühmtester Kaiserin.

Kaiserin Sisi lässt grüßen - ein Denkmal

Die Kaiserin in nobler Distanz

Kommt man durch den Burgtheater-Eingang in den Volksgarten, so liegt gleich ganz links jener Teil, der dem Kaiserin Elisabeth-Denkmal gewidmet ist. Es ist ein ruhiger Ort. Nur wenige Parkbesucher und Touristen finden hierher. Meist bleiben sie beim Theseustempel oder streifen durch den prächtigen Rosengarten. Vielleicht ist diese Abgeschiedenheit ganz im Sinne der Kaiserin, die es nicht wirklich liebte „angegafft“ zu werden! Und so finde ich bei meinen Besuchen dort eher Menschen vor, die in ein Buch vertieft auf einer Bank sitzen. Andere ziehen sich in einer steinernen Nische zuück um die warmen Sonnenstrahlen auf sich wirken zu lassen.

Kaiserin Sisi lässt grüßen - ein Denkmal

 

In der Gartenanlage des ehemaligen „Paradiesgartls“ befindet sich das marmorne Denkmal der berühmten Monarchin. Die weiße Marmor-Statue ist ganz in der Architektur des Fin de siècle, im Jugendstil gehalten. Hier thront sie nun, unsere Kaiserin, auf einem Stufenpodest. Sie wirkt in sich gekehrt blickend, in nobler Distanz zu ihren Betrachtern.

Kaiserin Sisi lässt grüßen - ein Denkmal

Der Mythos „Sisi“

Mit ihrer Rastlosigkeit und Egozentrik legte Kaiserin Elisabeth (1837 – 1898) den Grundstein ihrer eigenen Legende für die Nachwelt. Sie war eine wunderschöne Frau. Zeitlebens fühlte sie sich aber unverstanden am kaiserlichen Hof und bei ihren Mitmenschen. Durch ihre vielen langen Reisen versuchte sie dem steifen Leben am Kaiserhof zu entfliehen, in ihre eigene einsame Welt. Bei einem Auslandsaufenthalt in der Schweiz wurde die Kaiserin in Genf Opfer eines Attentats und verstarb dort 1898.

Elisabeth soll sich selbst „Sisi“ genannt haben. Allerdings ist nicht sicher, ob es nicht eigentlich „Lisi“ war. Der Name war in ihren Schriften nicht eindeutig zu entziffern.

Die Standortwahl für ein Denkmal hatte ursprünglich zu langen, mehrjährigen Debatten und Architekten-Ausschreibungen geführt. Schließlich war es Kaiser Franz Joseph I (Gemahl der Kaiserin) selbst, der die Entscheidung für einen passenden Ort des Denkmals traf. Er wählte ihn nahe der imperialen Hofburg, Das Denkmal wurde in seiner Anwesenheit 1907 enthüllt. – Ein sehr schöner Platz, auf dem Bild In den warmen Farben der herbstlichen Natur.

Kaiserin Sisi lässt grüßen - ein DenkmalKaiserin Sisi lässt grüßen - ein Denkmal

Die „Sisi“-Filme

Kaiserin Elisabeth wurde als „Sisi“ durch die Romy Schneider-Filme weltweit berühmt. Der erste Film wurde 1954 gedreht. Es folgten zwei weitere Fortsetzungen. Die Trilogie gehört zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Kinofilmen, die teilweise in Schloss Fuschl am Fuschlsee und im Salzkammergut gedreht wurden. Diese Drehorte dienen heute noch dem Fremdenverkehr. Dabei erinnere ich mich an meine China-Reise. Wann immer ich meinen Namen „Si(s)si“ nannte, freuten sich die Chinesen sehr darüber. Sie kannten alle diese bezaubernden Sisi-Filme, die allerdings nicht sehr authentisch sind. So verhalf mir der gleiche Name im Ausland oft zu viel Sympathie! Also, wen wundert’s, dass ich ein besonderes Interesse an ihrer Person habe? Last but not least verbindet uns auch noch die Vorliebe des Reisens …

Mein Tipp:

Das „Sisi Museum“ in der Hofburg unter der Michaelerkuppel gibt einen wunderbaren Einblick in das außergewöhnliche Leben der Kaiserin. Übrigens begraben ist die Kaiserin in der Kaisergruft oder Kapuzinergruft,, neben der Kapuzinerkirche in der Innenstadt. Es ist nur in kurzer Spazierweg von der Hofburg. Diese Gruft ist die Begräbnisstätte der Habsburger Familie.

Wer sich noch mehr für Sisi und ihre Vorlieben interessiert, für den hab ich noch dieses besondere Gusto-Stückerl und lies mehr über das „Sisi Veilchen-Eis„.

Bleibt mir abschließend nur zu sagen, Sissi und Sisi grüßen euch aus dem wunderschönen Wien!

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Text und Fotos ©Sissi Munz

 

 

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