Das versteckte Paradies – ein Klostergarten in Salzburgs Altstadt

Verborgen hinter hohen Klostermauern liegt eine idyllische Gartenoase im Herzen der Altstadt von Salzburg. Dort wo der Trubel an Touristen und illustren Festspielgästen einander begegnen, genau dort befindet sich ein geheimer Garten Eden.

Touristen auf historischer Spurensuche besuchen gerne die zahlreichen schönen Kirchen der Altstadt. Sie sind beeindruckt von der barocken Schönheit und den spirituellen Plätzen. Im Reich der Kirchen und Klöster zwischen Festspielhaus, St. Peter und Domplatz befindet sich ganz versteckt das Franziskaner Kloster. Meist ist das Tor zum Klausur Bereich verschlossen. Nur eine kleine Tafel neben dem Eingang weist auf das Kloster hin.

Ganz wenige Male im Jahr steht einen Tag lang das Tor für Besucher offen und erlaubt Zugang zum Klostergarten. Dann aber sind alle herzlich willkommen, wie z.B. am Tag der offenen Gartentür.

In unmittelbarer Nähe liegt die römisch-katholische Franziskaner Kirche. Sie ist eine der ältesten Kirchen mit eindrucksvollen Rippengewölben. Im Sommer während der Festspielzeit finden hier abendliche Orgelkonzerte statt.

Der Klostergarten – ein kleines Paradies

Ich hatte Glück und erhielt Zugang zum verborgenen Garten Eden. Einst war der Klostergarten, der den Ordensbrüdern zum Meditieren diente, in eine Art Dornröschenschlaf gefallen.

Klostergarten in Salzburg

Eingang in Garten Eden

Norbert, ein „guter Geist“ des Klosters, kümmert sich mit Klosterbruder Beda seit einigen Jahren mit großer Begeisterung um den Klostergarten. Sie erweckten den Garten wieder zu neuem Leben. Im Laufe der letzten Jahre wurde er zu einer blühenden und gedeihenden Oase hinter den schützenden Mauern.

Norbert und andere ehrenamtliche Helferleins bemühen sich das ganze Jahr über um die verschiedensten Pflanzen. Er führte mich und erzählte mir dabei seine Geschichten über die Entwicklung des Gartens und die netten Menschen, die sich gerne kreativ mit künstlerischen Objekten bei der Gestaltung einbringen.

Mann mit Katze

Norbert mit Klosterkatze Flocke

Ich erfahre Interessantes über die verschiedenen teils exotischen Pflanzen und über die kleinen Ruheplätze. Natürlich gibt es auch einen Kräutergarten. So wird z.B. aus der Gundelrebe eine heilsame Salbe hergestellt. Es ist ein sehr sorgsam und liebevoll angelegter Garten. Entlang der Mauern rankt sich ein Weinstock entlang. Eine Vogeltränke mit dem Wasser des darunter liegenden Almkanals ist willkommener Erfrischungsplatz für Singvögel und Schmetterlingen.

Beim Spazieren durch den Garten begegnen uns die beiden zutraulichen Kloster-Katzen (Schnee-)Flocki und Minka. Sie genießen die sommerliche Abendsonne und natürlich unsere Aufmerksamkeit.

Bei all den wunderbaren Blumen, Blüten, Pflanzen und Obstbäumen ging mir im wahrsten Sinne des Wortes das Herz auf!

Mit meiner Kamera habe ich versucht etwas vom Zauber dieses kleinen Paradieses einzufangen. (Die Bilder zum Vergrößern anklicken).

Der Garten, ein Ort des Blühens und Vergehens …

Bei all dem ist der Hl. Franziskus allgegenwärtig – seine Figur steht hier inmitten der schönen Pflanzen und Blumen. Mich hat der Besuch dieses wunderbaren Ortes wirklich beseelt.

Figur des Hl. Franziskur im Klostergarten Salzburg

der Hl. Franziskus beschützt den Garten

Herzlichen Dank an Norbert und das Kloster der Franziskaner!

TIPP:

* Norbert Kopf hat ein Buch vom „Garten Eden“ mit wundervollen Fotos und Geschichten im Eigenverlag herausgebracht. Wer sich dafür interessiert, dem sei dieses einfühlsame Buch vom Traumgärtner empfohlen.

Norbert signiert sein Buch* für mich

Norbert signiert sein Buch* für mich

Tage der offenen Tür: sind der Namenstag des Heiligen Franziskus am 4. Oktober und am 23./24.9. findet der Kloster-Flohmarkt statt. Dabei kann der Klostergarten besichtigt werden.

 

 

 

 

 

Text und Fotos ©Sissi Munz

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